microsoft.public.de.security.heimanwender FAQ

Autor: Ralf Schroth

feedback@faq.underflow.de

Stand: 28. Juli 2005


Hinweis

Eine PDF-Version dieses Dokuments (z.B. zum Ausdruck) steht unter http://faq.underflow.de/mpdshfaq.pdf zum Download bereit.


Inhalt


Worum geht's hier eigentlich?

In der Newsgroup microsoft.public.de.security.heimanwender treten bestimmte Fragen zum Thema Sicherheit sehr häufig auf. Dieses Dokument versucht die häufigsten und wichtigsten Fragen zu beantworten. Natürlich erhebt dieses Dokument keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, da es bewußt verständlich formuliert wurde und deshalb nicht auf alle Details eingeht. Es werden jedoch zumeist am Ende eines jeden Abschnitts eine große Zahl von Links zu weiterführenden Informationen angegeben, auf die teilweise auch im Text Bezug genommen wird, damit sich der interessierte Leser ein genaueres Bild machen kann.

Hier werden Links auf einige Programme und Skripte externer Anbieter verlinkt, die von der Gemeinde in microsoft.public.de.security.heimanwender und vom Autor der FAQ für empfehlenswert erachtet werden. Dies soll aber nicht heißen, dass diesen Angeboten blind vertraut werden soll. Vielmehr ist es die Entscheidung jedes Einzelnen, ob er diesen Angeboten vertrauen möchte oder nicht.

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Warum werde ich hier nur blöde angemacht und bekomme keine Antworten?

Wie überall im Leben gibt es auch in den Newsgroups bestimmte Regeln des Umgangs miteinander. Diese sind in der sog. Netikette niedergelegt. Für die Newsgroups der microsoft.public.de.* Hierarchie findet sich diese unter
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=fh;DE;NGNetikette.

Diese Regeln wurde nicht willkürlich oder als Selbstzweck aufgestellt, es gab (und gibt immer noch) gute Gründe für diese Regeln, auch wenn sie einem Neueinsteiger nicht gleich ersichtlich werden. Für regelmäßige Leser der Newsgroup sind Postings, die diese Regeln nicht einhalten sehr ärgerlich, da sie sehr schwer lesbar sind (also viel Zeit kosten), weshalb es teilweise zu sehr heftigen Reaktionen kommen kann. Viele der sog. ''Regulars'' (das sind meist sehr kompetente Menschen, die schon seit längerem regelmäßig in der Newsgroup posten) filtern deshalb ganz einfach Postings, die nicht den Regeln entsprechen (z.B. keinen Realname enthalten) einfach weg, werden also die Fragen nie zu Gesicht bekommen.

Wenn man also eine vernünftige Antwort auf seine Frage erhalten möchte sollte man es den potentiellen Helfern so einfach wie möglich machen:

Diese FAQ soll gerade dazu beitragen häufig aufkommende Fragen zu beantworten und einige harsche Reaktionen zu vermeiden.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Der erfolgreiche Einstieg in die Newsgroups:
http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/erst-lesen-dann-schreiben
Richtig zitieren:
http://learn.to/quote
http://got.to/quote
Outlook Express richtig konfigurieren:
http://www.oe-faq.de
Intelligente Fragen stellen:
http://www.lugbz.org/documents/smart-questions_de.html
Allgemeine FAQ zu Windows:
http://www.winfaq.de
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Wichtige Grundbegriffe

Die folgenden Begriffe tauchen in diesem Dokument immer wieder auf:

Virus
Ein Virus ist ein Stück ausführbaren Programmcodes, das mit der primären Absicht geschrieben wurde, sich selbst verbreiten zu können. Wie beim biologischen Vorbild auch ist ein Computervirus nicht in der Lage, eigenständig zu existieren, sondern ist auf ein Wirtsprogramm angewiesen, mit dem er zusammen ausgeführt wird. Üblicherweise hängt sich ein Virus an den Wirt an oder überschreibt diesen teilweise mit seinem eigenen Code. Einige Viren enthalten neben der Fähigkeit, sich zu vermehren (die teilweise auch schon allein erheblichen Schaden verursachen kann) eine sog. Payload (Nutzlast) in Form einer Schadensroutine.
Trojanisches Pferd
Ein Trojanisches Pferd ist ein Programm, das neben der eigentlichen (oftmals nützlich erscheinenden) Funktion eine weitere, potentiell schädliche, dem Benutzer unbekannte Funktion enthält. Beispiele hierfür sind Programme, die eingegebene Passworte stehlen oder eine Backdoor enthalten. Häufig ist auch der Begriff ''Trojaner'', dieser ist aber insofern inkorrekt, da er mit den historischen Wurzeln des Begriffs in Homers Ilias nicht übereinstimmt.
Backdoor
Eine in einem Programm versteckte Funktion, die es, sofern man Kenntnis von ihrer Existenz hat, erlaubt, Zugriff auf ein fremdes System zu erlangen. Häufig geschieht dies durch Eingabe eines bestimmten Passworts. Heutzutage bieten die meisten Backdoorprogramme Funktionen an um sich als Server auf einen bestimmten Port zu binden und auf eingehende Verbindungen zu warten. Viele Backdoorprogramme lassen sich auch völlig normal zur Fernwartung eines Systems einsetzen, sind also nicht unbedingt ''böse''.
Wurm
Ein Wurm ist ein Programm, das sich über Netzwerkverbindungen verbreitet. Es nutzt zu diesem Zweck Sicherheitslücken (z.B. Buffer-Overflows) in häufig eingesetzter Software aus. Im Gegensatz zum Virus ist ein Wurm auch allein ausführbar und braucht die Wirtssoftware nur um Zugriff auf ein anderes System zu erlangen. Heutzutage sind die meisten Würmer für die e-Mail Programme Outlook und Outlook Express von Microsoft geschrieben, da diese sehr weit verbreitet sind und viele Angriffspunkte bieten.

In jüngerer Zeit sind auch sehr häufig Würmer anzutreffen, die sich alleine durch die Mithilfe des Nutzers verbreiten. Diese Würmer spiegeln eine glaubwürdig klingende Nachricht vor (z.B. ein Liebesbrief, ein Sicherheitsupdate von Microsoft oder der neueste Bildschirmschoner mit Nacktfotos irgendwelcher weiblicher Prominenten zu sein) um so den Nutzer dazu zu bewegen das Wurmprogramm auszuführen.

Hoax
Ein Hoax ist eine Art Kettenbrief. Meist enthalten Hoaxes interessant klingende Nachrichten (z.B. Virenwarnung, Microsoft verschenkt Geld usw.) und fordern den Empfänger dazu auf, die Nachricht so schnell wie möglich weiter zu verbreiten. Die Inhalte der Nachrichten sind i.d.R. völlig frei erfunden. Wenn man einen Hoax als solchen erkannt hat, sollte man seinem Inhalt keinen Glauben schenken und ihn natürlich auch nicht mehr weiter verbreiten.
Patch
Ein Patch ist eine Korrektur für einen aufgetretenen Fehler in einem Softwaresystem. Dabei wird keine komplett neue Version verteilt, sondern nur der schadhafte Teil ersetzt. Man kann einen Patch also mit einem Flicken auf einem kaputten Fahrradschlauch vergleichen.
Buffer-Overflow
Ein Buffer-Overflow ist ein Fehler in einem Programm, der dazu führen kann, dass ein Teil des Hauptspeichers überschrieben wird und so beliebiger anderer Code ausgeführt werden kann. Fehler dieser Art treten u.a. häufig dann auf, wenn Programmierer in ihren Programmen für bestimmte Aktionen (z.B. Benutzereingaben) einen zu kleinen Speicherbereich (Puffer) vorgesehen haben und nicht überprüfen ob, die Eingabe auch in diesen paßt. Durch überlange Eingaben kann es also geschehen, dass der Puffer überläuft und Teile des eigentlichen Programms überschreibt. Besonders gefährlich wird dies, wenn der Puffer über eine Netzwerkverbindung zum Überlaufen gebracht werden kann. Häufig nutzen dies Würmer zur Verbreitung aus.
Dienst
Unter einem Dienst versteht man eine Anwendung oder einen Systemprozess, der eine bestimmte Funktionalität anbietet. Meist geschieht dies über ein Netzwerk. Zum Beispiel ist ein Webserver ein Dienst, der auf einem bestimmten Port (i.d.R. TCP-Port 80) erreichbar ist. Solch ein Dienst stellt aber immer auch ein Einfallstor für Angriffe dar, weshalb man nur die Dienste anbieten sollte, die man auch anbieten will, d.h., dass ein PC, mit dem man sich bei einem Internetprovider einwählt um zu surfen, keinerlei Dienste anbieten sollte.
Bindung
Über eine Bindung wird ein bestimmter Dienst mit einem bestimmten Netzwerkgerät (Modem, ISDN-Karte, Netzwerkkarte usw.) so verbunden, dass Datenpakete, die über dieses Gerät kommen, den Dienst erreichen können. Häufig spricht man im Zusammenhang auch von Interfaces, wenn man ein solches Netzwerkgerät meint. Man kann also über die Bindungen steuern, welche Diensteaus dem Internet und welche nur aus dem lokalen Netzwerk erreichbar sind. Beispielsweise sollte man die ''Datei- und Druckerfreigabe'' nur an das lokale Netzwerk binden und nicht an das externe Interface, das z.B. in's Internet geht, außer man möchte seine Dateien mit der ganzen Welt teilen.
Port
Ein Port dient dazu, über das Internet Protokoll IP übermittelte Daten den richtigen Anwendungen/Diensten zuzuordnen. Man kann sich einen Port also als eine Art Buchse vorstellen, in die eine Datenverbindung hineingeht. Es gibt 65535 zustandsbehaftete Ports (TCP) und ebensoviele zustandslose Ports (UDP). Ein Port kann zwei Zustände haben (offen, geschlossen). Von Haus aus ist ein Port geschlossen, erst wenn ein Dienst diesen Port öffnet um auf diesem Anfragen entgegen zu nehmen, können über den Port Daten in den Rechner gelangen. Anfragen, die an einen geschlossenen Port gesendet wurden, werden vom Betriebssystem einfach weggeworfen und durch eine entsprechende Antwort quittiert.
Portscan
Bei einem Portscan wird versucht herauszufinden, ob ein bestimmter Rechner einen bestimmten Dienst anbietet. Dazu werden ein oder mehrere Datenpakete an diesen Rechner gesendet. Aus dessen Antworten (übrigens auch aus der Tatsache, dass er nicht antwortet) kann man dann schließen, ob bestimmte Ports offen sind, d.h. dass dort ein Dienst erreichbar ist. Häufig werden Portscans als Angriffe gewertet, dies sind sie aber keinesfalls. Jede Verbindungsaufnahme zu einer Gegenstelle ist schon ein Portscan, es wird zwar nur ein einzelner Port auf einem einzelnen Rechner gescannt, aber es ist und bleibt ein Portscan.

Eine ganz gute Analogie ist es, wenn man sich vorstellt mit vielen Personen in einem großen und absolut dunklen Raum (das Internet) zu sein. Man kann sich allein durch tasten mit den Händen (Senden von Paketen) orientieren. Natürlich kann es sein, dass man dabei versehentlich mit anderen Personen (die ''Gescannten'') in Berührung kommt und diese sich belästigt fühlen. Es kann auch sein, dass jemand diese Situation ausnutzt und ihnen die Brieftasche stiehlt (Angriff nach einem Portscan), aber an sich ist an einer solchen Berührung nichts verwerfliches, da sie die einzige Möglichkeit ist sich zu orientieren.

Firewall
Eine Firewall ist ein Konzept um zwei Netzwerke voneinander zu trennen und den Datenverkehr über diese Verbindung zu kontrollieren und zu steuern. Eine solche Firewall setzt bestimmte Regeln (Policies genannt) um, die festlegen welche Kommunikation stattfinden darf und welche verboten ist. Bestandteile der technischen Umsetzung einer Firewall sind beispielsweise Paketfilter (Einrichtungen, die bestimmte Datenpakete aufgrund ihrer Herkunft, ihres Ziels usw. durchlassen oder verwerfen) oder Proxies (Einrichtungen, die den Datenverkehr bündeln und als Vermittler zwischen den Endpunkten auftreten, wobei auch hier anhand des Inhalts und des Ziels gefiltert werden kann).
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Bei mir tauchen immer seltsame Fenster mit Werbung oder Aufforderungen zu Updates auf. Was kann ich dagegen tun?

In jüngster Zeit treten bei Nutzern von Windows 2000 und XP verstärkt unerwünschte Dialogfenster auf, die sie vor vermeintlichen Sicherheitslücken warnen oder zu zwielichtigen Sex-Angeboten locken wollen. Hinter den angegebenen URLs stehen zumeist Downloads von sog. Dialern, die durch anwählen von 0190 / 0900-Nummern erhebliche Kosten verursachen können.

Diese Nachrichten nutzen einen von Windows NT/2000/XP angebotenen Dienst um über das Netzwerk Benachrichtigungen zu versenden. Dieser Dienst heißt ,, Nachrichtendienst''. Dieser war ursprünglich dazu gedacht Mitteilungen über erledigte Druckaufträge auf Abteilungsdruckern oder Warnungen des Systemadministrators auf die Bildschirme der Anwender zu bringen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Windows XP auf Heimrechnern wurde dieses Medium von Spammern entdeckt und genutzt, um die unerwünschte Werbung direkt auf den Bildschirm des Anwenders zu schicken, mit dem ''angenehmen'' Nebeneffekt, dass diese wie eine Systemmeldung aussieht.

Um sich von diesen unerwünschten Pop-Up-Nachrichten zu befreien gibt es zwei Möglichkeiten:

Die erste Alternative ist schneller erledigt, sie beseitigt jedoch nur die Symptome. Wie man den Nachrichtendienst abschaltet wird hier beschrieben:
http://www.kachold.de/winxp.html#Nach.

Die zweite Alternative ist wesentlich empfehlenswerter, da hierdurch nicht nur die Pop-Ups verhindert, sondern auch noch andere Sicherheitslücken geschlossen werden. Wie das geht wird in den folgenden Links beschrieben:
Windows 2000: http://www.computer-security.ch/ids/default.asp?TopicID=165
Windows XP: http://www.computer-security.ch/ids/default.asp?TopicID=164

Weiterführende Informationen zum Thema:
http://www.mynetwatchman.com/kb/security/articles/popupspam/netsend.htm

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Ich habe eine Nachricht bekommen, dass ich jdbgmgr.exe (die Datei mit dem Teddybär Symbol) oder sulfnbk.exe löschen soll, da dies Viren seien. Stimmt das?

Nein das stimmt nicht. Diese Mitteilungen sind Hoaxes, also schlechte Scherze. Diese Dateien sind wichtige Bestandteile des Windows Betriebssystems und sollten auf keinen Fall gelöscht werden. Die Datei jdbgmgr.exe gehört zum Java-System des Internet Explorer und besitzt wirklich das Teddybär-Icon. Die Datei sulfnbk.exe gehört auch zu Windows und dient(e) dazu, lange Dateinamen vor der Zerstörung durch bestimmte ältere Datenträgertools zu sichern.

Bevor man solchen oder ähnlichen Warnungen vor Viren glauben schenkt sollte man sich vorher bei folgender Adresse schlau machen:
http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/

Hier werden alle derzeit bekannten Hoaxes aufgelistet. Ebenfalls ist es zu empfehlen, einfach mal den Namen der Datei, vor der gewarnt wird, in eine Suchmaschine wie z.B. http://www.google.de einzutippen.

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Ich habe eine Mail mit einem Sicherheitsupdate von Microsoft bekommen. Kann ich dieser Mail trauen?

Nein! Dies ist mit sehr hoher Sicherheit eine Mail, die den Wurm ''Gibe.B'' (oder einen seiner mittlerweile unzähligen Nachfolger, die die selbe Legende verwenden, zu denen Dumaru.A und Swen.A gehören) enthält. Diese Familie von Würmern ist zum ersten Mal im März 2002 aufgetaucht, hat seit Beginn 2003 epidemische Ausmaße angenommen, die größte Welle wurde bisher Mitte September 2003beobachtet. Er tarnt sich als vorgebliches Sicherheitsupdate von Microsoft, das angeblich bestimmte Sicherheitslücken schließen soll. Durch diese, zumindest glaubwürdig scheinende, Geschichte versucht der Wurm den Anwender dazu zu verleiten, die angehängte Programmdatei auszuführen. In Wahrheit installiert sich der Wurm (und in einigen Versionen zusätzlich noch ein Trojanisches Pferd, das eine Backdoor zum System anbietet) und versendet sich an alle eMail-Adressen, die er auf der Festplatte finden kann. Wenn man versehentlich doch den Wurm installiert hat, so sollte man den unten genannten Ratschlägen für kompromittierte Systeme folgen.

Generell verschickt kein Softwarehersteller unaufgefordert irgendwelche Sicherheitsupdates per eMail (man denke allein schon an die Kosten für die gewaltigen Datenmengen), statt dessen geben die Hersteller in ihren sog. Advisories (Sicherheitshinweise) immer eine Adresse an, wo die entsprechenden Patches zum Download stehen (meist wird dort auch nochmal der Wortlaut der eMail wiederholt). Zusätzlich sind alle Mails, die Microsoft mit Sicherheitshinweisen verschickt, durch eine digitale Signatur (PGP) unterzeichnet, so dass der Ursprung verifiziert werden kann.

Falls man also von einem Softwarehersteller unaufgefordert ''Sicherheitsupdates'' oder Ähnliches zugesandt bekommt, sollte man keinesfalls die Dateien ausführen, auch wenn diese eine noch so glaubwürdig klingende Botschaft enthalten.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Informationen von Microsoft zu dem Thema:
http://www.microsoft.com/germany/technet/sicherheit/bulletins/bogusmails.mspx
Informationen des BSI zu Gibe.A:
http://www.bsi.de/av/vb/gibe.htm
Informationen des BSI zu Dumaru.A / Mimail.A:
http://www.bsi.de/av/vb/dumaru.htm
Informationen des BSI zu Swen.A:
http://www.bsi.de/av/vb/swena.htm
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Outlook Express blendet alle Dateianhänge aus. Wie kann ich sie wieder anzeigen lassen?

Seit Outlook Express 6 SP1 (im Service Pack 1 für den Internet Explorer 6 enthalten) enthält Outlook Express eine neue ''Virenschutzfunktion'', die standardmäßig aktiviert ist...

Ein Auszug aus der entsprechenden Readme-Datei:

Der Virenschutz ist die Antwort auf die anhaltende Bedrohung durch E-Mail-Viren. Damit werden programmgestützte Sendevorgänge blockiert und Benutzer können angeben, ob Anlagen geöffnet oder gespeichert werden sollen. Auf diese Option zum Blockieren der vordefinierten Listen von Dateitypen kann zugegriffen werden, indem Sie im Menü ''Extras'' auf ''Optionen'' klicken und auf der Registerkarte ''Sicherheit'' das Kontrollkästchen ''Speichern oder Öffnen von Anlagen, die möglicherweise einen Virus enthalten könnten, nicht zulassen'' aktivieren. Diese Option ist bei Neuinstallationen und Updates standardmäßig aktiviert.

Die von OE teilweise verwendete Meldung ''folgende unsichere Attachments wurden gelöscht'' ist dabei irreführend: OE löscht keine Attachments, sondern verwehrt nur den Zugriff darauf, indem es sie ausblendet. Nach dem Deaktivieren der o.a. Option (Extras - Optionen - Sicherheit - Speichern oder Öffnen von Anlagen, die möglicherweise einen Virus enthalten könnten, nicht zulassen) sind alle Attachments wieder verfügbar.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Artikel der Microsoft Knowledge Base zum Thema:
http://support.microsoft.com/?kbid=329570
http://support.microsoft.com/?kbid=291387
Allgemeine Fragen zu Outlook Express:
http://www.oe-faq.de
FAQ-Artikel zum Thema:
http://oe-faq.de/?56FAQ:2.11
http://insideoe.tomsterdam.com/faqs/why.htm#oe6attach
Newsgroup zum Thema:
news:microsoft.public.de.german.inetexplorer.ie6.outlookexpress
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Meine Personal Firewall macht Probleme / meldet Angriffe. Was kann ich tun?

Sog. Personal Firewalls oder auch Desktop Firewalls sind heute sehr in Mode und werden von einigen ''Fachzeitschriften'' und selbsternannten ''Fachleuten'' sehr propagiert. Diese Programme sind keine richtigen Firewalls, da eine Firewall ein Sicherheitskonzept und dessen technische Realisierung ist. Personal Firewalls enthalten kein Konzept, denn sie melden nur Anhand bestimmter Regeln ,, verdächtige'' Datenpakete. Diese Meldungen werden von einem mit der Materie nicht vertrauten Anwender meist fehlinterpretiert und sind somit nutzlos.

Die gemeldeten ''Angriffe'' sind in über 99% der Fälle harmlose Portscans, Anfragen von Filesharingprogrammen (wie z.B. eDonkey) oder schlicht Antworten auf vom eigenen Rechner versandte Datenpakete, also einfach das völlig normale und harmlose Hintergrundrauschen des Internet.

Die Verfechter der Personal Firewalls führen einige gut klingende Argumente an, die für die Nutzung eines solchen Produkts sprechen sollen. Bei genauerem Hinsehen halten diese jedoch einer objektiven Betrachtung nicht stand. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit diesen Argumenten findet sich unter http://faq.underflow.de/pfargumente/

Aufgrund dieser konzeptionellen Schwächen kann man von Personal Firewalls als Sicherheitsmaßnahme nur abraten. Solche Programme taugen allenfalls dazu, mehr über das eigene System zu lernen, doch selbst dazu gibt es passendere Werkzeuge.

Weiterführende Informationen zum Thema:

de.comp.security.misc-FAQ:
http://www.stud.tu-ilmenau.de/~traenk/dcsm.htm#Firewall
de.comp.security.firewall-FAQ:
http://www.iks-jena.de/mitarb/lutz/usenet/Firewall.html
Felix von Leitners Papers zum Thema (sehr deutlich!):
http://www.fefe.de/pffaq/halbesicherheit.txt
http://www.fefe.de/pffaq/
FAQ des Rechenzentrums der Universität Heidelberg:
http://www.urz.uni-heidelberg.de/Netzdienste/firewall/pers-firewall.shtml
Eine weitere FAQ zu dem Thema:
http://www.nabooisland.com/publications/pffaq/
Wie Personal Firewalls umgangen werden:
http://home.arcor.de/nhb/pf-umgehen.html
http://www.stud.tu-ilmenau.de/~traenk/zaweg.htm
http://my-forum.netfirms.com/zone/zcode.htm
http://www.pcflank.com/art21.htm
http://www.computerbetrug.de/firewalls-umgehung.php
Warum Personal Firewalls auch in Zukunft nicht sicher sein werden (englisch):
http://www.freefire.org/grc-letter.html
Ein Tool zum Testen der Lücken der eigenen Personal-Firewall:
http://www.atelierweb.com/awft/
IPSec-Policies:
http://cert.uni-stuttgart.de/os/ms/ipsec-paketfilter.php
Firewall-Konzepte:
http://www.oreilly.de/catalog/fire2ger/chapter/
Sicherheit in Netzen:
http://www.netzmafia.de/skripten/sicherheit/index.html
TCP/IP Grundlagen:
http://kris.koehntopp.de/artikel/tcpip-technik/
http://www.netzmafia.de/skripten/netze/netz8.html
http://www.lug-sw.de/tcp_ip.html
http://people.ee.ethz.ch/~strub/tcp-ip/tcp-ip.html
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Wie kann ich denn nun mein System vernünftig absichern?

Um ein System sicher zu machen muß man sich erst über einige Dinge klar werden:

Eine viel tiefgehendere Einführung in die Thematik der Sicherheitskonzepte und ihrer Realisierung findet sich im ''Site Security Handbook'' der IETF (RFC 2196). Das Dokument richtet sich zwar primär an professionelle Systemadministratoren, jedoch ist es auch für erfahrenere Heimanwender als Überblick zu empfehlen. Im ''User' Security Handbook'' der IETF (RFC 2504) findet sich eine sehr empfehlenswerte allgemeine Zusammenfassung von möglichen Bedrohungen und entsprechenden Gegenmaßnahmen, die ganz speziell auf Anwender zugeschnitten ist.

Wenn man sich über die eigenen Anforderungen an ein Sicherheitskonzept klar geworden ist, kann man beginnen solch ein Konzept aufzustellen und es dann zu realisieren.

Für den typischen Heimanwender (Rechner mit Dial-Up-Zugang ins Internet, evtl. noch ein kleines Heimnetzwerk) sollten folgende Maßnahmen eine vernünftige Grundlage, auf der man ein entsprechendes Konzept aufbauen kann, sein:

Weiterführende Informationen zum Thema:

Dienste abstellen:
Windows 2000: http://www.computer-security.ch/ids/default.asp?TopicID=165
Windows XP: http://www.computer-security.ch/ids/default.asp?TopicID=164
Dienste abstellen mit einem automatischen Skript, das die empfohlene Konfiguration der vorgehenden Seiten herstellt:
http://www.ntsvcfg.de/
Das ganze als ``one-click'' Lösung für absolute Laien:
http://www.dingens.org/
Windows Updates offline installieren:
http://winpatches.freewww.info/
RUS-CERT:
http://cert.uni-stuttgart.de
Bugtraq:
http://www.securityfocus.com/archive/1
Microsoft Sicherheitsbenachrichtigungsdienst:
http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/430926.mspx
''Users' Security Handbook'' / RFC 2504 (engl.):
ftp://ftp.rfc-editor.org/in-notes/rfc2504.txt
''Site Security Handbook'' / RFC 2196 (engl.):
ftp://ftp.rfc-editor.org/in-notes/rfc2196.txt
Unbehobene Sicherheitslücken im Internet Explorer:
http://www.safecenter.net/UMBRELLAWEBV4/DirSvc/security/trie/index.html
http://www.pivx.com/larholm/unpatched/
Browser sicher konfigurieren:
http://www.heise.de/security/dienste/browsercheck/anpassen/
Grundlegende Tipps zur Absicherung einer neuen Windows 2000 Installation:
http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600237.mspx
Grundlegende Tipps zur Absicherung einer bestehenden Windows 2000 Installation:
http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600236.mspx
Beschreibung der Dienste von Windows 2000:
http://www.different-thinking.de/windows_2000_dienste.php
IPSec-Policies:
http://cert.uni-stuttgart.de/os/ms/ipsec-paketfilter.php
Online Sicherheitscheck des niedersächsischen Datenschutzbeauftragten:
http://check.lfd.niedersachsen.de/start.php
Sicherheitslücken des Browsers testen:
http://www.heise.de/ct/browsercheck/
Sicherheitsmaßnahmen im Überblick:
http://www.enyo.de/hweimer/security/massnahmen.html
Sicherheitsratgeber des Bundeamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI):
http://www.bsi-fuer-buerger.de/
Gefahren durch Aktive Inhalte:
http://www.bsi.bund.de/fachthem/sinet/aktiveinhalte/index.htm
Sicherheit in Netzen:
http://www.netzmafia.de/skripten/sicherheit/index.html
Wie Virenscanner von Schadprogrammen umgangen werden:
http://members.lycos.co.uk/scheinsicherheit/
Warum Kompromittierungen nicht unvermeidbar sind:
http://www.mathematik.uni-marburg.de/~wetzmj/index.php?viewPage=sec-compromise.html
Häufige Missverständnisse in der Computersicherheit (engl.):
http://plastictree.net/articles/securitymisconcept/index.html
Regmon und Filemon:
http://sysinternals.com/Utilities/Filemon.html
http://sysinternals.com/Utilities/Regmon.html
SUperior SU:
http://www.stefan-kuhr.de/supsu/main.php3
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Ich habe einen Virus / Dialer / ''Trojaner'' / wurde ''gehackt''. Was soll ich tun?

Wenn ein System kompromittiert wurde, sollte man genau wissen wie man zu verfahren hat, um den Schaden einzudämmen. Virenscanner bieten zwar als einfache Lösung an, das System zu ''säubern'', dies kann aber nicht erfolgreich sein, da ein Angreifer (Virus / Wurm / Dialer / Cracker etc.) längst beliebige Systemdateien ersetzt haben könnte (und vermutlich auch hat) und sich so im System festgesetzt hat. Solch einer Reinigung durch einen Virenscanner kann man nur dann vertrauen, wenn man Prüfsummen aller (System-)Dateien hat und diese auch von einem Nachweisbar sauberen Datenträger aus verifizieren kann. Dies ist jedoch sehr selten der Fall, da ein solches Verfahren auf einem Desktop-System kaum zu realisieren ist.

Deshalb sollte man folgendes Vorgehen wählen:

  1. System sofort von allen Netzwerkverbindungen (LAN, Internet etc.) trennen.
  2. Evtl. den gesamten Inhalt der Systemdatenträger sichern, um im Falle eines straf-/ zivilrechtlichen Vorgehens Beweise zu haben. Für die meisten Heimanwender dürfte dies aber nicht nötig sein. Eine Ausnahme bildet der Fall, dass man einen sog. ''Dialer'' installiert hat. Hier sollte man auf jeden Fall eine Vollsicherung durchführen. Falls man vermutet, dass auch schon Kosten angefallen sind, sollte man evtl. sogar den gesamten Rechner als Beweismittel zur nächsten Polizeidienststelle bringen und Anzeige erstatten.
  3. Feststellen welcher Art die Kompromittierung war und auf welchem Wege das System kompromittiert wurde.
  4. Alle evtl. betroffenen Dritten informieren.
  5. Evtl. nötige Patches und Updates herunterladen. Hierzu ist ein sauberer Rechner notwendig, wie z.B. ein anderes System, oder ein Rettungssystem, wie z.B. Knoppix, das von CD lauffähig ist. Die Patches und Updates sollten wenn möglich auf einem schreibgeschützten Datenträger (CD-ROM, Diskette etc.) gespeichert werden, damit sie nicht kompromittiert werden können.
  6. Alle Passwörter, die auf dem kompromittierten System verwendet wurden (also z.B. Login-, Mail- oder Website-Passwörter, aber auch die PIN für das Online-Banking) sofort ändern oder sperren lassen, da ein Angreifer die Passwörter z.B. verwenden kann, um erneut in das abgesicherte System einzudringen oder mit der Identität des Nutzers Transaktionen im Internet auszuführen.
  7. Alle Datenträger neu formatieren und sämtliche Software von den Originaldatenträgern neu einspielen.
  8. Das letzte, vor der Kompromittierung erstellte, Backup der Daten (nicht die Vollsicherung, die zu Beweiszwecken erstellt wurde!) zurückspielen.
  9. Die genutzte Sicherheitslücke (z.B. durch Einspielen der nötigen Patches) schließen und prüfen, ob es evtl. weitere, ähnliche Lücken gibt und diese ebenfalls schließen.
  10. Erst jetzt das System wieder an die Netzwerke anbinden.
  11. Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen und ggf. das eigene Sicherheitskonzept entsprechend anpassen.

Dieses Verfahren wird auch von Mircosoft, CERT und den entsprechenden Abschnitten des ''Users' Security Handbook'' der IETF (RFC 2504, Abschnitt 6.2) als Maßnahme zur Beseitigung einer Kompromittierung empfohlen.

Dass es wirklich nicht ausreichend ist, nur das Schadprogramm allein durch einen Virenscanner entfernen zu lassen, hat der Wurm Sobig - in all seinen Varianten - gezeigt. Er installierte unbemerkt (auch von Antivirus-Herstellern) ein Trojanisches Pferd und zusätzlich eine modifizierte Version des WinGate Proxies, der u.a. von Spam-Versendern zur Verschleierung ihrer Identität oder als quasi anonyme Ausgangsbasis für Angriffe auf andere Systeme mißbraucht wird. Nähere Informationen zu diesem Vorfall finden sich unter http://www.lurhq.com/sobig.html und http://www.lurhq.com/sobig-e.html (englisch).

Weiterführende Informationen zum Thema:

Empfehlungen von Microsoft:
http://www.microsoft.com/technet/community/columns/secmgmt/sm0504.mspx
http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600230.mspx
Warum nach einer Kompromittierung der Rechner nicht mehr dir gehört:
http://www.microsoft.com/technet/archive/community/columns/security/essays/10imlaws.mspx
Empfehlungen des CERT (engl.):
http://www.cert.org/security-improvement/practices/p051.html
''Users' Security Handbook'' / RFC 2504 (engl.):
ftp://ftp.rfc-editor.org/in-notes/rfc2504.txt
Warum Kompromittierungen nicht unvermeidbar sind:
http://www.mathematik.uni-marburg.de/~wetzmj/index.php?viewPage=sec-compromise.html
Knoppix Live-CD:
http://www.knopper.net/knoppix/
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Ich habe eine Datei / einen Ordner verschlüsselt und nun Probleme damit. Was muß ich beachten?

Die neueren Windows-Varianten bieten eine Erweiterung des NTFS-Dateisystems namens EFS (Encrypting File System) an, mittels derer man einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse verschlüsseln kann. Dabei kommt auch ein sog. Public-Key Verfahren zum Einsatz. Bei diesem existiert ein öffentlicher (d.h. frei zugänglicher) Schlüssel und ein privater (geheimer) Schlüssel. Der private Schlüssel wird im Profil des jeweiligen Benutzers als sog. Zertifikat gespeichert und wird zum Entschlüsseln der verschlüsselten Daten benötigt.

Hierbei gibt es einige Probleme, die dazu führen können, dass der Schlüssel verloren geht und die Daten nicht mehr zugänglich sind. Bei folgenden Gelegenheiten kann dies geschehen:

Die ersten beiden Probleme beruhen darauf, dass der Schlüssel fest mit der SID (einer eindeutigen Kennummer) des Benutzers verbunden ist. Bei diesen beiden Aktionen ändert sich diese SID und der Schlüssel wird unbenutzbar. Im dritten Fall, der vor allem bei Windows 2000 auftritt, ist noch nicht genau geklärt, woran es liegt, man sollte aber äußerst vorsichtig beim Im/Export seiner Zertifikate sein. Der letzte Fall tritt auf, da unter Windows 2000 der Schlüssel mit dem Anmeldekennwort des Nutzers gesichert wird.

Für den Fall des Verlustes eines Schlüssel wird für jeden Benutzer ein ''Nachschlüssel'' beim sog. ''Recovery Agent'' des Systems (meist ist dies der Administrator) hinterlegt, mit dem man wieder an die Daten gelangen kann.

Vom Sicherheitstandpunkt her muß man anmerken, dass das Zertifikat allein durch das Anmeldekennwort des Benutzers geschützt ist. Wenn dieses also gebrochen wird, sind automatisch auch die Dateien lesbar.

Wenn man die Sicherheitsrisiken und den möglichen Datenverlust in Betracht zieht, kann man EFS nur eingeschränkt empfehlen. Andere (teilweise frei verfügbare) Programme wie z.B. Scramdisk, PGPDisc, DriveCrypt (der kommerzielle Nachfolger von Scramdisk), SafeGuard Easy, Controlbreak SafeBoot Solo und GPG sind hier eher zu empfehlen, da sie weniger Gefahren bei mindestens gleichwertigem Sicherheitsniveau bieten.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Anleitungen zur Einrichtung und zum Gebrauch von EFS:
http://www.kire.ch/datenschutz/efs.htm
http://www24.brinkster.com/thorsten123/faq/partitionieren/win2000/enc.htm
Drive-Crypt:
http://www.drivecrypt.com/
GPG:
http://www.gnupg.de/
PGPDisc:
http://www.pgpi.org/products/pgpdisk/
Scramdisk:
http://www.scramdisk.clara.net/
Utimaco SafeGuard Easy:
http://www.utimaco.de
Controlbreak SafeBoot Solo:
http://www.safeboot.com
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Die Startseite meines Internet Explorers wurde verändert. Was kann ich dagegen tun?

In jüngerer Zeit tritt massiv das Phänomen auf, dass die Startseite des Internet Explorers nach dem Surfen im WWW verändert ist oder unerwünschte Toolbars im Internet Explorer auftauchen. Meistens tritt dieses Verhalten erst nach dem nächsten Start des Internet Explorers auf, so dass der genaue Grund kaum nachvollziehbar ist, und ist auch nicht durch manuelles Einstellen der Startseite dauerhaft zu beheben. Zumeist wird dabei die Startseite auf ein Erotikangebot, eine bestimmte Suchmaschine oder eine sog. Bannerseite umgeleitet. All diesen Angeboten ist gemein, dass die Anbieter, wie z.B. Xupiter oder Lop.com, damit Geld verdienen möchten. Dieses Phänomen wird häufig ''Hijacking'' genannt, die Software die dahinter steckt wird als ''Spyware'' bezeichnet. Dabei wird die Tatsache, dass sehr viele Nutzer mit viel zu laxen Sicherheitseinstellungen für den Internet Explorer ''unterwegs'' sind, keine Sicherheitsupdates einspielen, oder leichtfertig Sicherheitsabfragen bestätigen, ausgenutzt, um entsprechende ActiveX-Controls, Erweiterungen für den Internet Explorer (auch Browser Helper Objects genannt), Scripte oder Plugins in das System des Anwenders einzuschleusen, die dafür sorgen, dass sich diese Einstellungen im Internet Explorer ''festsetzen''. Schlimmer noch, eine Vielzahl der Spyware-Programme zeichnet detailliert das Surf-Verhalten (und evtl. noch wesentlich persönlichere Daten, wie z.B. Passwörter) des Benutzers auf und übermittelt es an den Ersteller dieser zweifelhaften Software. Über die Gefährdung der Privatsphäre des Nutzers hinaus haben diese Programme teilweise auch massive Auswirkungen auf die Stabilität und die Geschwindigkeit des Systems, so dass häufig Abstürze oder langsame Reaktionen auf Eingaben zu beobachten sind.

Wie kann man denn nun mit solch einer Veränderung umgehen? Zunächst muss man sich klarmachen, dass durch die eingeschleussten Programme beliebige Veränderungen am System, neben den offensichtlichen häufig auch versteckte, vorgenommen worden sein können. Deshalb ist auch hier das im obigen Abschnitt zum Umgang mit Kompromittierungen angegebene Verfahren dringend zu empfehlen.

Wem dieses Verfahren zu aufwändig ist, der kann sich für den Einsatz eines der sog. ''Spyware-Cleaner'' Programme, wie z.B. AdAware, Spybot etc. entscheiden. Diese Programme können i.d.R. die meisten bekannten und harmloseren Schadprogramme beseitigen. Dabei muss man sich allerdings darüber im Klaren sein, dass diese Programme gegen neue oder unbekannte Varianten keine Chance haben können und auch keine weitergehenden Änderungen am System, die evtl. vorgenommen wurden, beheben können. Vielfach decken diese Spyware-Cleaner nur einen Teil der in Umlauf befindlichen Spyware-Varianten ab, so dass es oft erforderlich ist, mehrere solcher Reinigungsprogramme zu verwenden. Aggressive Varianten der Spyware graben sich teilweise sehr tief in das System ein und können so sogar die Reinigungprogramme blenden und ihre Existenz so verschleiern. Deshalb muss hier nochmal darauf hingewiesen werden, dass nur das im obigen Abschnitt zum Umgang mit Kompromittierungen angegebene Verfahren diese Programme wirklich zuverlässig beseitigen kann.

Wie kann man sich in Zukunft vor solchen Programmen schützen? Da diese Programme (bisher) ganz gezielt die Möglichkeiten des Internet Explorers ausnutzen, die von keinem anderen Browser in dieser Form geboten werden, ist die einfachste Lösung, vom Internet Exlorer auf einen sichereren Web-Browser wie z.B. Mozilla Firefox oder Opera umzusteigen. Alle Nutzer, die zu einem Wechsel nicht bereit sind, sollten die Sicherheitseinstellungen des Internet Explorer auf wesentlich striktere Einstellungen ändern und regelmässig Sicherheitsupdates für ihren Browser einspielen (was natürlich auch für die alternativen Web-Browser gilt). Generell sollte man aber auf jeden Fall die im obigen Abschnitt über die Absicherung des Systems gegebenen Ratschläge beachten.

Weiterführende Informationen zum Thema:

Mozilla Firefox
http://www.mozilla.org/products/firefox/
Opera
http://www.opera.com/
Spybot Search&Destroy:
http://www.safer-networking.org/de/spybotsd/index.html
AdAware:
http://www.lavasoft.de/german/software/adaware/
HijackThis (für erfahrene Nutzer):
http://www.tomcoyote.org/hjt/
http://www.spywareinfo.com/~merijn/
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Ralf Schroth 2005-07-28